Weingut – Weinlese 2020

Weinlese 2020

Unser erster Trauben-Lesetag war der 3. September und der letzte der 20. Oktober 2020 – beide Tage mit herrlichem Sonnenschein, allerdings mind. 15°C Temperaturunterschied.

In dieser Zeitspanne hatten wir hochsommerliches Wetter mit „hitzefrei“ für die Helfer*innen, leichten Nachtfrost, trocken heiß und nasskalt.

Von Beginn an:
Der frühe Austrieb im April, die Menge an Sonnenscheinstunden und hochsommerliche Temperaturen ließen wieder eine frühe Ernte erwarten. So rechneten wir mit Anfang September und haben unsere Helfer*innen für die erste Septemberwoche eingeladen.
Doch der lang ersehnte Regen, der Ende August unsere Region streifte, füllte die Beeren (das war super) und verdünnte den Zuckergehalt und warf die Reifeentwicklung schnell mal um 10 Tage zurück (das war nicht so toll). Diese Zeit haben wir dann genutzt für Pflegearbeiten im Weinberg, die Renovierung des Gerätehallen-Daches und für die Vorlesen der Premiumweine.

 

Vorlese der oberen grünen Trauben für Sektgrundwein & Sommerweine

 

Die untere Traube verbelibt für die weiterre Reife ncoh am stock für die Orts- und Grossen Lageweine

So wurden alle Orts- und Große Lagen-Weine vorgelesen. Das heißt, in diesen Weinbergen wurde zweimal geerntet. Im ersten Durchgang wurden die oberen ein bis zwei Trauben an einem Trieb abgeschnitten und nur die jeweils untersten Trauben blieben zur weiteren Reife hängen. So blieben an jedem Rebstock nur noch ungefähr 8 Trauben übrig, die dieser nun optimal versorgen konnte.

In unserem Betrieb gehören zu die Burgundersorten zu den frühreifen. Der Grauburgunder war somit der erste, der gekeltert wurde. Mit 92°Oechsle hat er die Messlatte hoch angelegt.
Im folgten die Vorlesen mit Mostgewichten von Ende 70 bis Mitte 80°Oechsle, das werden herrliche Sektgrundweine und Cuvée-partner für leichte Sommerweine.



Spätburgunder-Traube

 



offene Büttengärung des Spätburgunders

 

In den ersten Wochen war es heiß, zu heiß für weiße Weinsorten, die kühl verarbeitet wurden müssen. So haben wir morgens die kühlen Weißweintrauben gelesen und nachmittags die nicht so empfindlichen Spätburgundertrauben für den Rotwein. Dieser wurde allerdings in diesem Jahr zum ersten Mal in der Gärung gekühlt, damit er nicht so schnell vergärt. Heute liegen sie alle noch auf der Maische zur Harmonisierung der Gerbstoffe und werden in den nächsten Tagen in die Holzfässer und Barriques abgezogen.

Diese Anlage Regent ist im Mai erfroren. Triebspitze und die oberen Blätter werden braun und fallen ab. Leider auch ein Großteil der Gescheine.

 Zu den Besonderheiten des 2020er Jahrgangs gehört auch, dass die Trauben innerhalb des Weinbergs und auch am Stock sehr unterschiedliche gereift sind. Dieses Phänomen zeigte besonders der Weißburgunder. Deshalb haben wir auch hier zweimal geerntet, erst die gelben und 14 Tagen später dann die nachgereiften grüneren Trauben. Diese spät gereiften Trauben wurden als Maische vergoren, so wie beim Rotwein üblich mit der ganzen Beere und werden Teil des PINOT Orange.

starke Maischegärung Weißburgunder

 Beginn der Maischegärung Grauburgunder

Für Überraschung hat die Scheurebe in der Rheinebene gesorgt. Die Reben, die im Sandboden unter der Trockenheit gelitten haben, hatten wir bereits Anfang August stark ausgedünnt. Zusätzlich konnten wir sie Mitte August einmal bewässern und dann noch der Regen Ende August hat ihnen den richtigen Reifeschub gegeben. Das Ergebnis ist eine schöne Aromatik, Zuckergehalte für einen leichten Kabinett bzw. Pure-Wein und auch noch eine erfreuliche Menge.
Das höchste Mostgewicht mit 102°Oe brachte unsere 49 Jahre alte Scheurebe aus der Rhein-Terrasse. Diese Auslese wird für unser Enkelkind Ruben im Keller reifen.

Auch in unserer großen Silvaneranlage am Hangfuß, gleich neben dem Ort, mussten wir in mehreren Schritten ernten. Die Reben haben zwar am besten den Maifrost überstanden, doch waren sie auch sehr unterschiedlich gereift. In dichtem Laub (eine Folge des Frostes, bei dem die Triebspitzen erfroren waren) waren die Trauben vor Sonnenbrand geschützt, doch auch vor allen Sonnenstrahlen, die die Trauben sonst so herrlich gelb färben. Der Grüner Silvaner machte seinem Namen alle Ehre und das mit reifen 92°Oechsle.

Gründe Silvaner Trauben

Zwei Generationen Regent im August

Eine weitere Besonderheit stellte der Regent dar. Auch er lag im Maifrostgebiet, hat allerdings recht schnell eine zweite Generation Trauben ausgebildet. So hatten wir zwei quasi völlig getrennte Ernten im Abstand von 5 Wochen.

Und natürlich darf der Riesling nicht fehlen.
Die Vorlesen des VDP.GROSSEN GEWÄCHSE® wurden am 8. September geerntet mit 82°Oe und kräftiger Säure. Der TAFELSTEIN und FALKENBERG waren dann die letzten Trauben, die vor der kräftigen Regenperiode knapp 3 Wochen später ins Kelterhaus kamen. Nach einer Maischestandzeit (zum Extrahieren von Mineralstoffen und Aromen) von 18 Stunden gären sie nun im traditionellen Holzfass.
Den Dienheimer Ortwein holten wir in einer Regenpause bei herrlichem Sonnenschein 2 Wochen später mit einer recht kleinen Lesemannschaft, unterstützt durch die Familie. Und auch zum Abschluss am 20. Oktober wurden aus dem TAFELSTEIN goldgelbe Trauben mit einsetzender Botrytis (wie gesagt es regnet oder zumindest ist es spürbar feucht seit 3 Wochen) und 100°Oe für eine Auslese VDP.GROSSE LAGE® geerntet.

So wurde es eine lange Erntezeit mit fast 7 Wochen – 3 intensive Wochen und 4 weiteren Wochen mit einzelnen Lesetagen. Gefühlt haben wir dieses jeden Weinberg zweimal geerntet. Hoffentlich wird das nicht zur Regel.
Jetzt werden die Leseeimer und die Traubenscheren wieder in die hintere Reihe gestellt. Aber natürlich freuen wir uns auch schon wieder ein bisschen auf den Herbst 2021 mit den frischen Trauben und dem Most, der von der Kelter läuft. 

Ein Dank an alle Helfer*innen

Ihr Weingut Brüder Dr. Becker – Hans Müller & Lotte Pfeffer-Müller & alle wunderbaren
Mitarbeiter*innen

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Weingut Brüder Dr. Becker GbR
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Mainzer Straße 3-7
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Jeden ersten Samstag im Monat von 11 bis 18 Uhr offene Probe und Einkauf und nach Vereinbarung.

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Unser Unternehmen Weingut Brüder Dr. Becker GbR erhält im Rahmen des vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau verwalteten rheinland-pfälzischen Entwicklungsprogramms „Umweltmaßnahmen, Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft, Ernährung“ (EULLE) durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) kofinanziert durch das Land und den Bund im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) eine Förderung für seine Leistungen:

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